
Ich bin wieder da! Nach 5 Jahren Pause beschloss ich, mal wieder was zu tun.
5 Jahre sind eine enorme Zeitspanne. Als ich anfing zu schreiben, stand ich an einem völlig anderen Punkt im Leben als jetzt. Mein Abi war zu Ende, mein Studium lag noch vor mir und ich hatte vor allem eines: ganz viele Fragen.
Ich schrieb über KI, (und da gab es ChatGPT noch nicht), über Quantencomputer, Psychologie, Menschen und darüber, wie unsere Zukunft sein könnte. Ich wollte und will immer noch verstehen, wie Dinge funktionieren. Warum handeln Menschen, wie sie handeln? Und was bringt uns die Zukunft noch?
Die großen Fragen sind immer noch große Fragen. Nur die Person, die sie stellt, ist eine andere.
Ich bin ins Studium gegangen und entschied mich tatsächlich für Maschinenbau. Das war eine großartige Entscheidung. Jeder, der Ingenieurwissenschaften studiert hat, weiß, dass man die Welt irgendwann mit ganz anderen Augen sieht. Langsam ergibt alles Sinn und die Symmetrie der Mathematik lässt sich überall finden.
Genau so etwas verändert das Denken extrem. Andere Dinge werden plötzlich uninteressant, wenn es doch so interessante Dinge wie Entropie zu verstehen gibt.
Mathematik ist nicht nur Rechnen. Sie ist ein Modell, um einen kleinen Abschnitt der Realität so zu vereinfachen, dass wir ihn verstehen können.
Aber Menschen lassen sich nicht berechnen. Es gibt nicht einfach nur WAHR und FALSCH.
Das Leben ist eine ziemlich unangenehme, mehrdimensionale, nichtlineare Funktion mit unbekannten Randbedingungen und ohne geschlossene Lösung.
Deswegen ist es so interessant zu leben. Man weiß nicht, was passiert.
Während ich gelernt habe, hat sich die Welt weitergedreht. Damals schrieb ich noch darüber, was KI in Zukunft vielleicht einmal können wird. Heute frage ich ChatGPT, ob meine Lösung richtig ist, und lasse mich von einer KI mit Karteikarten für meine Klausuren abfragen.
Ich studiere aber nicht nur und stelle mir große Fragen, sondern ich singe und spiele auch Klavier.
Der Gegensatz ist aber gar nicht so groß, denn sowohl Wissenschaft als auch Musik beginnen an einem gemeinsamen Punkt: der Neugier.
Ich habe noch lange nicht vor, anzukommen
Wenn ich eines in den letzten fünf Jahren gelernt habe, dann, dass ich noch unglaublich viel vorhabe.
Ich möchte mein Studium abschließen, mich fachlich weiterentwickeln und als Ingenieurin an Dingen arbeiten, die wirklich etwas bewegen. Ich möchte weiter lernen – Mathematik, Physik, Technologie – und verstehen, wohin sich unsere Welt entwickelt.
Aber ich möchte mich auch kreativ weiterentwickeln, Musik machen, singen, reisen, Neues ausprobieren und wahrscheinlich noch einige meiner heutigen Pläne komplett über den Haufen werfen.
Ich habe Großes vor.
Wo ich damit in fünf Jahren stehen werde? Keine Ahnung. Und vielleicht ist genau das das Spannende daran.
Dieser Blog soll mich auf diesem Weg begleiten. Hier wird es um mein Studium gehen, um Mathematik, Technik und KI, aber auch um Musik, Gedanken, Erfahrungen und die großen Fragen, die mich schon damals beschäftigt haben.
Ich weiß heute mehr als vor fünf Jahren. Gleichzeitig weiß ich heute viel besser, wie viel ich noch nicht weiß.
Und genau deshalb habe ich wieder Lust zu lernen, zu hinterfragen und zu schreiben.
I am back.
Mal sehen, wo wir wieder in fünf Jahren stehen.

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